Tiefes Misstrauen

Vielleicht ist das naiv. Vielleicht geht es anderen genauso: Ich glaube nichts mehr. Ich misstraue allem, was ich nicht selbst gesehen oder angefasst habe. Beim Hören wird’s schon schwierig. In meinem Kopf ist eine Schere. Manchmal macht es schnipp, wenn ich etwas schreibe, von dem ich vermute, dass es mir irgendwann schaden könnte. Noch schreibe ich es trotzdem, aber halte ich das durch? Mit dem Gedanken, dass ich wahrscheinlich nie mehr in New York Deep-Dish Apple Pie essen und dabei den Eisläufern zusehen werde, habe ich mich ja schon abgefunden.

Dem Staat, den Politikern traue ich schon längst nicht mehr. Warum auch? Sie verraten und verkaufen mich, an NSA, GCHQ, BND, BfV, und wie sie alle heißen; durch internationale Handelsabkommen an Banken und Konzerne. Sie muten mir jetzt schon verdeckt Genmais und ganz offen Sozialabbau zu. Und jetzt Edathy. Ich kenne ihn nicht und weiß nichts über ihn. Ich weiß aber ebenso wenig, ob ihm nicht etwas untergeschoben wurde, auf seinen Rechner, sein Händi, oder ob irgendwer seinen Namen in eine Datenbank eingefügt hat. Das sind so Gedanken, die einem kommen, nachdem die Unschuldsvermutung abgeschafft wurde und Bürgerrechte nichts mehr gelten. Gedanken im Jahr 1 nach Snowden.

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