#LSR · Google macht Ernst

Aus Mountain View kam heute ein Rundschreiben, das wohl keine andere Lesart zulässt. (Ergänzungen »)
 

Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie auf diesem Wege über eine kleine, aber wichtige Veränderung unseres Dienstes Google News informieren.

Wie Sie vermutlich wissen, ändert sich zum 1. August die Rechtslage für Presseverlage im Internet. Von da an bietet das neue Leistungsschutzrecht deutschen Presseverlegern ein exklusives Recht, ihre Inhalte öffentlich im Internet verfügbar zu machen. Es gab bereits eine langwierige und komplexe Debatte rund um das neue Gesetz. Trotzdem bestehen weiterhin erhebliche Unsicherheiten zu dessen Umsetzung und juristischen Konsequenzen.

Wir sind nach eingehender Prüfung davon überzeugt, dass unser Dienst Google News mit dem Leistungsschutzrecht im Einklang steht. Dennoch möchten wir vor dem Hintergrund der Diskussion sichergehen, dass Sie weiterhin mit der Aufnahme der Inhalte Ihrer Website in Google News einverstanden sind. Wir führen deshalb am 21. Juni für unsere Verlagspartner eine neue Bestätigungserklärung ein. Diese gibt Verlagen und Webpublishern in Deutschland eine zusätzliche Möglichkeit, zu entscheiden, ob ihre Inhalte in Google News angezeigt werden sollen oder nicht.

Bitte klicken Sie hier, um zu dem neuen Tool weitergeleitet zu werden. Dort können Sie (mit wenigen Klicks) Ihre Bestätigungserklärung hinterlegen, damit Inhalte Ihrer Website (auch weiterhin) in Google News aufgenommen werden dürfen. Sie können Ihre Entscheidung natürlich jederzeit wieder ändern. Wenn Sie bis zum 1. August keine Bestätigungserklärung bei uns hinterlegen, werden Ihre Inhalte ab diesem Datum nicht mehr in Google News angezeigt.

Bitte beachten Sie, dass Sie sich mithilfe der Webmaster Tools als Websitebetreiber verifiziert haben müssen, falls Sie das noch nicht getan haben.

Zusätzliche technische Informationen finden Sie hier hier. Weitere Informationen zum Hintergrund dieser Änderung in Google News können Sie unter folgendem Link einsehen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr Haus seine Inhalte auch weiterhin über Google News einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen würde. Wenn Sie sich mit uns in Verbindung setzen möchten, verwenden Sie bitte das Kontaktformular in der Google News-Hilfe.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Google News-Team

© 2013 Google Inc. 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, USA
Sie erhalten diese verbindliche Benachrichtigungs-E-Mail, um über wichtige Änderungen bei Google News informiert zu werden.


 

Ergänzungen

 
Google News-Bestätigungserklärung

  • Google News-Bestätigungserklärung; im Moment allerdings (21.6., 22:06): “Fehler beim Laden der Anwendung. Laden Sie die Seite erneut.”
  • Alles eine Frage des Standpunkts, vulgo, des Ergebnisses des Versuchs, die Deutungshoheit zu erlangen. In einem Kommentar beschreibt Kai Biermann für ZEITonline die ersten Verlegerreaktionen:
     

    Der BDZV und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) finden es “konsequent”, dass Google mit dem neuen Verfahren das Leistungsschutzrecht anerkenne. “Die Verleger gehen allerdings davon aus, dass das Recht weiterreicht.” Die Entscheidung, ob Verlage ihre Inhalte dem Dienst Google-News kostenlos überlassen, müsse daher jedes Unternehmen selbst treffen. (ZEITonline)

  • SpOn-Meldung:
     

    Wer nicht unterschreibt, fliegt aus Google News raus. Die Verlagsinhalte sollen allerdings weiterhin in der allgemeinen Google-Suche auftauchen, sofern die Verlage dies nicht mit anderen technischen Maßnahmen unterbunden haben. Inhaber von Websites können mit Angaben in einer Datei mit dem Namen robots.txt oder auf jeder Seite einzeln festlegen, ob ein Software-Roboter von Google oder einer anderen Suchmaschine die Inhalte erfassen darf oder nicht.

  • Thomas Stadler: Google reagiert auf das Leistungsschutzrecht:
     

    Das ist im Grunde genau das Ergebnis, das die Verlage nicht erreichen wollten. Die Verlage haben jetzt nämlich nur die Wahl, draußen zu bleiben, oder per ausdrücklicher Erklärung ihre Inhalte kostenlos für Google News freizugeben.

  • Klaus Jarchow hätte gerne Eine Tonne Popcorn, bitte! Was wirklich ratsam wäre.
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