Constanze Kurz über Journalisten und Verschlüsselung

In ihrer FAZ-Kolumne „Aus dem Maschinenraum“ schreibt Constanze heute unter dem Titel „Europa und die NSA-Enthüllung · Das prächtige neue Gewand der guten alten Wirtschaftsspionage“ – leider – sehr treffend:
 

Ein kleines Detail an der Prism-Aufdeckungsgeschichte der britischen Tageszeitung „Guardian“ sollte aufmerksam werden lassen. Edward Snowden hatte seine brisante Enthüllung dem „Guardian“-Journalisten Glenn Greenwald unter der Bedingung offeriert, dass er selbstverständlich eine abhörsichere Kommunikation erwarte. Greenwald war jedoch zunächst nicht in der Lage, verschlüsselte E-Mails zu schreiben und zu empfangen. [..]

Greenwald ist als Journalist nicht irgendwer, er hatte vor der NSA-Geschichte bereits einige investigative und zahlreiche ausgesprochen regierungskritische Artikel verfasst sowie mehrere Bücher, die auch die Geheimdienste thematisieren. Dass der ehemalige Geheimdienstmann Snowden selbstverständlich verschlüsselt zu kommunizieren gewohnt ist, der Vertreter der vierten Gewalt aber sich dazu nicht in der Lage sah, wäre fast ein zynischer Witz, wenn es nicht genau dem alltäglichen Handeln der ganz überwiegenden Zahl aller Berufsgeheimnisträger entsprechen würde.

 

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