Staatsanwaltschaft Frankfurt lässt Wohnungen von Pressefotografen durchsuchen – na und?

Ja nee, is‘ klar. Wenn morgens um sechs die Polizei oder eine der verwandten Truppen bei mir klingelt, bin ich als (Foto-)Journalist natürlich so geschockt, dass ich es auch im Verlauf der nächsten halben Stunde – während meine Sachen durchwühlt und mein Rechner „untersucht“ werden – nicht fertig bringe, den Presseausweis zu zücken, die Redaktion oder einen Anwalt anzurufen. Schließlich gehöre ich zu einer Berufsgruppe, die Öffentlichkeit scheut, und den Kontakt zu anderen Menschen schon erst recht. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt will laut kress

nicht gewusst haben, dass die Fotografen für die Presse tätig waren. Vielmehr soll die Staatsanwaltschaft die Betroffenen der linksradikalen Szene zugerechnet haben.

Wie kommt die Staatsanwaltschaft Frankfurt auf eine so überaus peinliche Ausrede?

Christian Mang hält die Aussage der Staatsanwaltschaft für völlig unglaubwürdig. Eine einfache Google-Suche nach seinem Namen führt schließlich auf seine Website, auf der er als „Fotojournalist“ bezeichnet wird und auf der auch eine Liste seiner Auftraggeber steht.

Nach kürzlich gemachten Erfahrungen bin ich nicht mehr so naiv, anzunehmen, ein Staatsbediensteter würde auf meine Bitte im Netz nach mir suchen. Nach den Schilderungen der Betroffenen ist aber anscheinend auch das Herzeigen eines Presseausweises zwecklos.

Was, liebe Berufsverbände, sollte man denn in so einer Situation tun? Euer Protest in allen Ehren, mit einer klaren Information über meine Rechte und mögliches Verhalten wäre mir aber deutlich besser geholfen. Es sieht so aus, als sollte man das künftig unbedingt wissen.
 

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Ein Gedanke zu “Staatsanwaltschaft Frankfurt lässt Wohnungen von Pressefotografen durchsuchen – na und?

  1. Ob ‚Berufsverbände‘ oder ‚Gewerkschaften‘ … egal, wie das Kind heißt, die Damen und Herren Obermotze solcher Organisationen haben doch ihr Schäfchen meist im Trockenen … und was dass sogenannte Fußvolk angeht, dass sich in solchen ‚Gemeinschaften‘ engagiert, so sind sie die Gekniffenen, wenns drauf an kommt.

    Da hilft dann auch kein Presseausweis oder Sonstiges. Der ‚Staat‘ und seine sogenannten ‚Vollstrecker‘ werden besonders vom jeweiligen ‚Gesetzgeber‘, der sich einen Dreck um Gesetze (Grundgesetz, denn Verfassung haben wir ja keine) schert, tatkräftigst unterstützt, weil ja „die da Oben“ auch niemals Konsequenzen ihres Handelns (Hartz IV, Schavan u.a.) zu fürchten haben. … und immer auch alles schön im Namen einer sogenannten Demokratie …

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