Vorschläge für ein sinnvolles Urheberrecht

Ein neues Urheberrecht, an dem wirklich die Schöpfer partizipieren, ist dringend erforderlich. Im Folgenden einige Vorschläge.

Alle geschaffenen Werke werden mit einem Wasserzeichen versehen. Die Kennung der Wasserzeichen wird in einer großen Datenbank bei einer leistungsfähigen Verwertungsbehörde gesammelt. Eine weitere Behörde verfolgt per Social-Media-Scanner die Wege der Werke im Netz (das können die vielen arbeitslosen Journalisten erledigen, die dann auch gleich sinnvoll untergebracht sind. Natürlich gibt es dafür satte Spitzen-Stundensätze nicht unter drei Euro.)

Wer verwerten oder remixen will, meldet das formlos per PDF bei der Behörde an und bekommt ebenfalls ein Wasserzeichen. Alle Teilnehmer am System müssen sich mit dem ePerso anmelden, die Zuteilung der Wasserzeichen erfolgt sicherheitshalber per Briefpost (E-Postbrief). Remixe werden auf geistige Schöpfungshöhe geprüft. Die Genehmigung für Remixe, die den strengen Kriterien genügen, kosten weniger als die Verwertung des Werks als Ganzes. Als Prüfer sollte man frühere Mitarbeiter von Patentbehörden oder ehemalige Bibliothekare zu gewinnen versuchen. Viele Rentner bekämen auf diese Weise ein attraktives Zubrot. Den reinen Papierkram können weniger Qualifizierte verwalten, zum Beispiel Praktikanten nach erfolgreich abgeschlossenem Studium.

Die footsteps der Werke werden halbjährlich maschinell ausgewertet und über eine der Europäischen Zentralbank angeschlossene Inkassostelle direkt an die Urheber ausgeschüttet. Kapazitäten, die durch diese Maßnahmen bei GEMA, VG Wort, VG Bild-Kunst, Anwaltskanzleien u.Ä. frei werden, werden der Überwachung der ordnungsgemäßen Durchführung sowie dem Beschwerdewesen zugeführt. Eventuelle Rechtsstreitigkeiten werden, je nach Schwere des Falls, zeitnah von den nationalen Verfassungsgerichten oder dem Europäischen Gerichtshof geklärt.

Gleichzeitig werden in allen EU-Ländern Behörden nach dem Vorbild der GEZ errichtet. Da sie ohnehin die Daten der Gesamtheit aller Haushalte verwalten, lassen sich so vielfältige Synergien nutzen. Auch der Zugriff auf Fluggastdaten bildet eine Option, da Kreative erfahrungsgemäß wohlhabend sind und viel reisen.

Die Einführung dieses Systems sowie die notwendigen multilateralen Abkommen mögen vom Europäischen Rat beraten und durch das Europäische Parlament beschlossen werden. Vorschläge sind während der Beratungsphase bürgernah auf den Internetseiten der Europäischen Union einzureichen.

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