Bitte unterstützt “Blogger für Flüchtlinge”

Thomas Stadler und viele andere rufen auf, an der Aktion “Blogger für Flüchtlinge” teilzunehmen. Seid so gut, bitte:

1. Wenn du Blogger/in, Vlogger/in oder Podcaster/in bist, schreib oder sprich zur Flüchtlingssituation. Sag, warum es wichtig ist, dass wir uns alle um die Flüchtlinge kümmern. Verweise auf diese Spendensammlung. Nutz den Hashtag #BloggerFuerFluechtlinge.
2. Bitte nutzt Eure Netzwerke und verbreitet diesen Link, um unter dem Hashtag #BloggerFuerFluechtlinge auf die Spendenaktion hinzuweisen.

Medienwoche-Serie “Journalismus im Internet”: Antwort an Ronnie Grob

Die Schweizer Medienwoche hat gestern eine Serie gestartet, in der sie den Zustand des Journalimus im Netz beleuchten will. Den ersten Beitrag, auf den ich hier eingehe, hat Ronnie Grob geschrieben: Der Journalismus im Internet ist eine Enttäuschung. Denn damit Du diesen Text liest, brauchst Du so eine Schlagzeile.

Lieber Ronnie,

du bist ein bisschen unfair (wirklich nur ein bisschen): Es wird schon mit Journalismus Geld erlöst, es kommt dem Journalismus nur nicht zugute. Weiterlesen

“Der Journalismus im Internet ist eine Enttäuschung”

Upps, nein, eigentlich nicht. Der vollständige Titel des Beitrags heißt nämlich: “Der Journalismus im Internet ist eine Enttäuschung. Denn damit Du diesen Text liest, brauchst Du so eine Schlagzeile.

Ronnie Grob schickte eben die Ankündigung, dass heute auf Medienwoche.ch eine Serie darüber startet, wie das Internet den Journalismus bisher schon verändert hat (danke dafür!). Weiterlesen

Der alerte Herr Dr. Maaßen

Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz verteidigt den Geheimschutz vehement. Dabei nützt ihm seine eher verhaltene Einstellung zu bürgerlichen Freiheitsrechten.

Hans-Georg Maaßen stammt vom linken Niederrhein; man sagt, die Menschen dort hätten viereckige Köpfe, weil sie so stur sind. Der Niederrhein ist altes, katholisches Agrarland und war über Jahrhunderte Truppen-Durch- und Aufmarschgebiet. Unter Römern, Franken, Spaniern, den Herzögen von Cleve-Jülich-Berg, kriegerischen Erzbischöfen, Preußen und Franzosen ging es unentwegt um Macht, Einfluss und Zugewinn. Das hat einen Menschenschlag geformt, der nicht sehr redselig ist, Unbekanntem gegenüber misstrauisch und stets bereit, den eigenen Besitz zu verteidigen und zu vermehren. Der Niederrheiner stellt gerne etwas dar und setzt sich, wo nötig, mit Bauernschläue durch. Weiterlesen

Range-Erklärung bedeutet nichts Gutes

Die Erklärung im Wortlaut gibt es bei der Berliner Morgenpost, das Periscope-Video von @terrorismus bei der tagesschau »

Gleich eingangs erklärt der Generalbundesanwalt:

Der Sachverständige teilte mir gestern mit, dass es sich nach seiner vorläufigen Bewertung bei den am 15. April 2015 veröffentlichten Dokumenten um ein Staatsgeheimnis handelt.

Das ist ein Tiefschlag für Netzpolitik.org. Zwar werden Beckedahl und Meister wohl im Rahmen einer großen Schlammschlacht nur benutzt, das ändert aber nichts am ebenso unerwarteten wie unangenehmen Ergebnis: Bleibt der – unbekannte – Gutachter bei seiner Einschätzung, sieht es nicht gut aus für die Beiden. Weiterlesen

Angriff auf die Pressefreiheit: GBA ermittelt gegen Netzpolitik.org

Etwas läuft schrecklich verkehrt im Staate Deutschland.

Als der Generalbundesanwalt nach dem Empfinden des gesunden Menschenverstands hätte ermitteln sollen – nach den Snowden-Enthüllungen -, passierte: nichts. Als er nach Bekanntwerden der Überwachung der gesamten deutschen Bevölkerung durch ausländische Dienste hätte ermitteln sollen, passierte: nichts. Weiterlesen

Ignoranz als Handlungsprinzip

Ratlosigkeit, Unzufriedenheit, Ablehnung, Krawall – der Untergrund bewegt sich schon, aber wir tun, als sei alles normal. Das soll so sein.

Gesellschaft und Politik haben sich so weit voneinander entfernt, dass ihre gegenseitige Abhängigkeit nicht mehr wahrgenommen wird. Wenn man Demokratie wirklich will, ist das eine schlechte Strategie. Aber wollen wir sie denn noch? Weiterlesen

Bereitet Merkel den Wechsel vor?

Es ist ja nichts mehr zu verrückt, als dass man es sich nicht ausmalen könnte. So ist der Gedanke, Angela Merkel könnte sich einen Mitleidsbonus zugunsten ihrer Partei aufbauen, nicht ganz abwegig.

Das Schweigen der Kanzlerin, zuletzt im BND-Skandal, wird allseits moniert. Die großen Zeitungen haben sich eingeschossen (Thorsten Denkler etwa schrieb letzten Dienstag auf sueddeutsche.de schon über Das große Merkel-Versagen), und der Koalitionspartner scheint sich in schnöder Verkennung der Realität bereits für die Ablösung aufzuwärmen. Doch Merkel ist eine gewiefte Taktikerin, die es ohne Zweifel schaffen kann, aus den eigenen Defiziten noch Vorteile zu generieren. Weiterlesen

Die #VDS kommt – wehrt euch! (Update)

Laut Netzpolitik geht es jetzt, wie befürchtet, sehr schnell. Für diejenigen, die ein paar Minuten übrig haben: Das ist die Mail an meine zuständige Abgeordnete. Nächste Woche werde ich auch noch telefonieren und jemanden treffen, aber ich weiß, dass viele sich diese Mühe nicht machen können oder möchten. Schreibt bitte wenigstens. Benutzt, wenn der Text euch passt, gerne diese Mail als Vorlage und ändert sie ein bisschen (oder, ehe gar nichts passiert: macht halt copy & paste). Eure/n Abgeordnete/n findet ihr hier. Weiterlesen

Bahnstreik: Ein notwendiges Übel

Der mittlerweile achte Bahnstreik seit Oktober 2014 nervt. GDL-Chef Weselsky nervt. Dauernd mit Zugausfällen zu leben, nervt. Am unsinnigsten aber ist die Erfindung eines Gesetzes, das rechtlich fragwürdig ist und nichts besser macht.

Komisch, dass viele, die sonst bei Rechtseingriffen als Erste aufschreien, für diesen Streik so gar kein Verständnis haben. Ja, oberflächlich betrachtet sieht es tatsächlich aus, als nähme eine Spartengewerkschaft “ganz Deutschland” in Geiselhaft. Doch erpresst werden nicht die Bahnkunden, sondern die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer. Sie hat das Pech, einen ungeschickt agierenden und nicht sehr sympathischen Chef zu haben, was den Streikgegnern ihre Abneigung erleichtert oder eigentlich Wohlwollende erst zu Gegnern macht. Doch worum geht es im Kern? Weiterlesen

Googles Digital News Initiative – ein unmoralisches Angebot?

Im letzten Jahr hat eine Reihe großer Verlage das Leistungsschutzrecht für Presseverleger durchgesetzt; sie machen sich auch auf europäischer Ebene gegen Google stark. Im Gegenzug hat der Suchmaschinist ganz allgemein Fördermittel von zunächst 150 Millionen Euro für den europäischen Journalismus zugesagt.

150 Mio. Euro sind zwar nur kleines Geld, wenn man die Google-Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Höhe von 8 Milliarden Dollar zugrunde legt, für den Journalismus jedoch ein nettes Sümmchen. Allerdings wird der Betrag auf drei Jahre verteilt, und die endgültige Anzahl der Nutznießer steht noch nicht fest, die endgültige Investitionshöhe und Laufzeit allerdings auch nicht. Weiterlesen